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Neues Forschungsprojekt „Internet of Food and Farm 2020“ gestartet

Das Forschungsprojektprojekt „Internet of Food and Farm 2020 (IoF 2020)“ untersucht und ermöglicht eine groß angelegte Entwicklung von „Internet of Things“ (IoT) Lösungen in der Europäischen Land- und Lebensmittelwirtschaft. Mit einer Kofinanzierung von 30 Mio. Euro durch die Europäische Union hat das Projekt ein großes Potenzial, die Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft und der Lebensmittelproduktion zu stärken. Es soll der Mehrwert intelligent verbundener Objekte aufgezeigt werden. Solche Objekte können sich identifizieren, Werte wie z.B. die Temperatur, Gaskonzentration oder auch Geräusche messen. Im Kontext des Wertschöpfungsprozesses oder der Präferenzen des Anwenders wird es so möglich, nützliche Informationen bereitzustellen sowie Abläufe je nach Bedarf zu steuern. Das Projekt startete am 01. Januar 2017 und läuft 4 Jahre. 

IoF 2020: 5 Anwendungsbereiche, 19 Fallstudien

IoT hat das Potenzial die Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion grundlegend zu verändern. Aktuelle Initiativen im Sektor zeigen großes Interesse, den Bedarf der Anwender und die Motivation der Akteure Chancen zu ergreifen, die sich durch IT-, Netzwerk- und datenbasierte Technologien bieten. Jedoch stehen erste Lösungen nur kleinen Anwendergruppen zur Verfügung und eine Integration in komplexe Wertschöpfungsketten steht noch aus. 

Um die Anwendbarkeit und den nachhaltigen Nutzen von IoT Technologien aufzuzeigen, werden Lösungen zu aktuellen organisatorischen und technologischen Herausforderungen der Europäischen Land- und Lebensmittelwirtschaft realisiert. IoT kann beispielsweise die Transparenz und Rückverfolgbarkeit in der Fleischherstellung verbessern, um so die Fleischqualität für den Verbraucher zu steigern und auch die Gefahr einer verfälschten Herkunft zu minimieren. Ein weiteres Beispiel ist die Weinproduktion in der EU, die den höchsten Umsatz der gesamten EU Landwirtschaft realisiert. Angetrieben vom internationalen Wettbewerb bietet IoT sowohl für den konventionellen als auch für den Bio-Weinbau neue Möglichkeiten für die nachhaltige Bewirtschaftung und die Erreichung besserer Qualitäten bei gleichzeitiger Reduktion der Herstellungskosten. So realisiert das Projekt 19 Fallstudien, die über die EU verteilt sind. Dabei werden die Lösungen insbesondere unter Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse und Herausforderungen von 5 land- und ernährungswirtschaftlichen Anwendungsbereichen realisiert: Ackerbau, Milchprodukte, Fleisch, Gemüse und Früchte. 

Ein „Multi-Stakeholder“ und iterativer Ansatz mit End-Anwendern im Fokus

IoF 2020 involviert alle Beteiligten der Lebensmittelkette: Landwirte, Genossenschaften, Landmaschinenbau, Logistikdienstleister, Lebensmittelproduzenten bis zu den Verbraucherorganisationen und den IT Anbietern. 

Mit einem Fokus auf die Akzeptanz durch die Endanwender wird das Projekt innovative IoT Lösungen entwickeln, die neue und vor allem erfolgversprechende Geschäftsmodelle ermöglichen. Basierend auf einer engen Zusammenarbeit werden aktuelle Arbeitsmethoden wie das sogenannte „Co-Creation“ genutzt, um iterativ die Technologieentwicklung voranzutreiben und die spätere kommerzielle Nutzung sicherzustellen. Die Endanwender werden dabei direkt in den Test und die Verbesserung der neuen Technologien einbezogen, um schlussendlich die Anforderungen und Erwartungen des Sektors zu erfüllen.

Fokus auf den Austausch mit den Beteiligten

IoF 2020 bietet den notwendigen Rahmen, um langfristig IoT basierte Lösungen einzuführen und Erfahrungen zu präsentieren. Der Dialog der Projektpartner bietet den Ausgangspunkt, um auch kontinuierlich die enge Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Interessengruppen zu fördern. Fortschritte und auch gesammelte Erfahrungen mit den neuen Technologien werden vorgestellt und regelmäßig kommuniziert. 

Die unterschiedlichen Interessengruppen werden regelmäßig informiert. Hierfür bietet IoF 2020 vierteljährliche Newsletter, eine interaktive Webseite, Information über soziale Medien, Infografiken, Videos, regelmäßige Präsentationen und öffentliche Veranstaltungen. 

George Beers (Wageningen University & Research), Projektleiter und IoF2020 Projektkoordinator: "IoF2020 bringt IoT nicht nur dem Nahrungsmittel- und Agrarsektor näher – es wird auch die enorme Herausforderung angehen, Technologien zu realisieren, die den Anforderungen der ganzheitlichen Wertschöpfungskette genügen und insbesondere Endanwender dabei unterstützen zukünftige Herausforderungen zu meistern. Gemeinsam mit unseren 70 Partnern glauben wir, dass IoF 2020 das Potential hat einen Paradigmenwechsel herbeizuführen und neue Wege für die Lebensmittelproduktion in Europa aufzeigen wird – vom Feld bis zum Verbraucher. Zudem gehen wir davon aus, dass dieses dazu beiträgt, die europäische Wettbewerbsfähigkeit und Exzellenz in diesem Bereich zu stärken."

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